ArCADia BIM 12
Text

3D-Ansicht

Lektion 16 Kapitel 2 Module 2

3D - Ansichten in ArCADia BIM

Alle Projekte im ArCADia-Programm stellen dreidimensionale Projekte dar. Alle einzufügenden Elemente beinhalten Informationen über die Ausmaße im Grundriss und in der senkrechten Ansicht. Sie können sich einen Baukörper in der 3D-Ansicht und im Schnitt ansehen.

ACHTUNG: Das ArCADia-System hat für jede Ansicht einen separaten Projektbaum, der auf dem Reiter der jeweiligen Ansicht platziert wird. Das bedeutet, dass die 3D-Ansicht einen separaten Projektbaum hat, und bevor Sie Elemente in der Ansicht ein- oder ausschalten, müssen Sie im Projektmanager zuerst die Ansicht in die 3D-Ansicht ändern und erst dann die Sichtbarkeit der Elemente anpassen. Dadurch wird die Sichtbarkeit in anderen Ansichten nicht verändert.       

Abb. 46. Fenster vom Projektmanager mit Elementbaum einer Beispieldatei für die 3D-Ansicht

Der Projektbaum 3D-Ansicht unterscheidet sich von den anderen Ansichten dadurch, dass der Ausdruck der Elemente auf diesem Baum nicht definiert werden kann. Es kann nämlich nur ein gespeichertes Bild gedruckt werden. Anstatt des Druckens verfügt der Ansichtsbaum über die Möglichkeit der Durchsichtigkeit des Elementes  .

Vorgehensweise:
  • Menüleiste Ansicht --> Logische Menügruppe Ansichten -->   3D-Ansicht
  • ArCADia-SYSTEM Mini Symbolleiste ->   Anz./Verb. 3D-Ansicht

Abb. 47. Beispiel mit der aktiven Ansicht 1 und der Ansicht aus der neuen 3D-Engine

Abb. 48. Beispiel mit der aktiven Ansicht 1 und der Ansicht aus der alten 3D-Engine

ACHTUNG: Abhängig von Ihrer Computerkonfiguration startet das Programm eine erweiterte oder vereinfachte 3D-Ansichts-Engine. Wenn der Computer die grundlegenden Hardware-Anforderungen nicht erfüllt, wird die vereinfachte Engine aktiviert.

Die 3D-Ansicht wird analog zur Grundrissansicht durch den Projektmanager in seinem separaten Projektbaum der Ansicht bedient. Ab der Version 5.0 des Branchenmoduls ArCADia-ARCHITEKTUR enthält das Fenster der 3D-Ansicht einen einzelnen Projektbaum. Um sichtbare/unsichtbare Elemente auszuwählen, müssen Sie somit zuerst auf den Projektbaum 3D-Ansicht umschalten. Die Elemente, die in einer aktuellen Ansicht des Projektbaums markiert sind, werden in einer Vorschau angezeigt. Die ausgeschalteten Elemente hingegen werden nicht angezeigt.

Abb. 49. Aktive 3D-Ansicht eines Beispiels in der neuen Engine

Abb. 50. Aktive 3D-Ansicht eines Beispiels in der Alten Engine

Abb. 51. Aktive 3D-Ansicht in der neuen Engine und Sichtbarkeit der dafür definierten Elemente

Abb. 52. Aktive 3D-Ansicht in der alten Engine und Sichtbarkeit der dafür definierten Elemente

Die Option „Element entfernen" (  Markiertes Element löschen) für das leicht geänderte Fenster der 3D-Ansicht befindet sich auf der Aktionsleiste, die erst nach dem Markieren des Elementes sichtbar wird. Nur von dort aus kann das markierte Element entfernt werden. Die Durchsichtigkeit eines Baukörpers wurde ebenfalls geändert und zurzeit können einzelne Elemente des Geschosses, der Geschosse oder ein Gebäude durchsichtig eingestellt werden. Markieren Sie dazu die Symbole   auf dem Projektbaum auf eine entsprechende Art und Weise.

Abb. 53. Transparenz der Elemente in der neuen 3D-Engine

Abb. 54. Transparenz der Elemente in der alten 3D-Engine

Das ArCADia-System in Version 11.0 hat zwei 3D-Engines in der 3D-Ansicht. Das Umschalten zwischen ihnen kann im Fenster 3D-Ansicht über das Symbol   oder in den Programmoptionen erfolgen. Im Fenster 3D-Ansicht schaltet die Engine nur auf das aktive Dokument um, wobei die Auswahl der Standard-3D-Engine aus den Optionen die Engine definiert, in der die 3D-Ansicht immer läuft.

ACHTUNG: Eine DirectX 11-kompatible Grafikkarte mit mindestens 2 GB VRAM ist erforderlich, um die neue 3D-View-Engine zu unterstützen; 4 GB + VRAM empfohlen (abhängig vom geladenen Projekt - Anzahl der verwendeten Texturen, ihre Auflösung, Qualitätseinstellungen, Auflösung des 3D-View-Fensters). Unterstützte Betriebssysteme sind: Windows (7 SP1 / 8/10) x86/x64. Prozessor: mit SSE2-Funktionsunterstützung; mindestens Intel Pentium 4 / AMD Athlon x64; Intel i5 / i7 mit 3 GHz + Taktung empfohlen (auch die meisten Kerne empfohlen - der Motor kann sie verwenden). Betriebsspeicher: mindestens 1 GB; empfohlen 8 GB + (hängt von der Größe des geladenen Projekts ab).

Die erweiterte 3D-Ansicht stellt den Gebäudekörper in einer realistischen Umgebung dar, wobei "natürliches" (Sonnenlicht) und "künstliches" Licht (Lampen und Lichtquellen) verwendet wird und das Helldunkel an den Fassaden, in der Umgebung und im Inneren des Gebäudes gezeigt wird. Die Darstellung der Materialien auf den Elementen der Szene wurde erheblich verändert, insbesondere was die vordefinierte Oberflächenbibliothek betrifft, die mit dem Namen der neuen Engine gekennzeichnet ist.

Die Oberfläche auf dem Element kann unter der Schaltfläche Oberflächen im Eigenschaftenfenster, Einfüge- oder Bearbeitungsfenster geändert werden.

Abb. 55. Standardbibliothek

Wenn wir aus der obigen Liste aus dem Katalog SD Oberflächen - Wasser und Gras 01 auswählen und die erweiterte 3D-Engine eingeschaltet haben, wird die Szene so aussehen:

Abb. 56. Beispielprojekt mit dem Material Wasser und Gras 01

Wenn z.B. Wasser 02 und Gras 01 lang aus der Materialliste des HD Surface-Katalogs ausgewählt werden und wir in der Advanced 3D-Engine Hohe oder Höchste Qualität eingeschaltet haben, sieht die gleiche Szene so aus:

Abb. 57. Beispielprojekt mit dem Material Wasser 02 und Gras 01 lang

Auf dem obigen Screenshot können Sie den Bewegungseffekt von Wasser und Gras nicht sehen, aber in der 3D-Ansicht wird er sichtbar sein. Nur Wasser und Gras bringen Bewegung in die Szene, aber andere Materialien aus der Liste der vordefinierten Oberflächen aus dem Oberflächenkatalog haben neue Parameter erhalten und können in der Szene völlig anders aussehen als in der alten 3D-Engine.

Abb. 58. Beispielprojekt mit dem Material Wasser 02 und Gras 01lang mit der alten 3D-Engine

Oberflächenmodifikationen für die neue 3D-Engine wurden auch für texturierte Oberflächen, d.h. Texturen, eingeführt, die der Anwender selbst implementieren kann. Die 3D-Ansicht im Erweiterten Modus ist eine PBR-Rendering-Engine (Physically Based Rendering), d.h. mit Echtzeit-Rendering auf Basis der Physik. Dabei werden Lichtparameter und physikalische Materialparameter verwendet, um eine realistische Szene zu erzeugen. Das bedeutet, dass PBR-Materialien in die Szene eingeführt werden können, die aus mehreren Dateien zusammengesetzt sein kann, z.B. diffuse_map, normal_map, parallax_map, specular_map und emissin_map.

Abb. 59. Muster der verwendeten Kacheltextur aus einer einzigen Datei

Abb. 60. Muster der verwendeten Kacheltextur aus mehreren Dateien

 

Abb. 61. In der oben gezeigten Konstruktion verwendete Kachelmaterialien

Um pbr-Materialien, die z.B. aus dem Internet heruntergeladen werden können, zu verwenden, sollten Sie deren Namen entsprechend wählen, d.h. ändern, indem Sie hinter dem Unterstrich entsprechende Abkürzungen angeben (im obigen Screenshot sehen Sie korrekt definierte Namen von Texturen):

Diffuse               _diff

Normal              _norm

Parallax              _bump

Metalness          _metal

Roughness         _rough

Specular             _spec

Emission            _emis

Die Datei, die als Textured Surface für pbr-Materialien bezeichnet wird, ist _diff, zum Beispiel wall16_diff.png.

Pen