Architekturplanung
Text

Ein- und mehrschichtige Wände in den Grundriss einfügen

Lektion 30 Module 5

Ein- und mehrschichtige Wände in der Grundrissplanung

Der ArCADia Grundrissplaner erlaubt das Einfügen ein- oder mehrschichtiger Wände im Grundriss. Die Lösungen in Form von Wänden und Durchschnitten für diese Wände werden automatisch in Ihrer Grundrissplanung eingefügt.


Vorgehensweise:

    Menüleiste Architektur --> logische Menügruppe Gebäude -->  Wand

Nach der Auswahl aus dem Einfügefenster der Option Zu den Eigenschaften erscheint das Fenster Objekteigenschaften: Wand.


Abb. 143 Eigenschaftenfenster für Wand im Grundriss zeichnen

Sie können notwendige Veränderungen an der Wand über die Schaltflächen HinzufügenBearbeitenEntfernenHochRunter veranlassen. Indem Sie auf eine gegebene Schicht (in einer entsprechenden Spalte) klicken, können zusätzlich einzelne Modifikationen (Dicke, Priorität, Typ) definiert werden. Diese Veränderungen an der Wand werden automatisch um Grundriss dargestellt.

Für vorhandene Schichten sollten Sie den Schichttyp definieren, damit der Grundrissplaner das weitere Verhalten der Wand festlegen kann. Wenn Sie zum Beispiel eine Wand als Tragwand definieren, wird nach dem Einsetzen einer Decke über ihr automatisch eine Mauerkrone eingefügt. In der Schicht Tragwand werden automatisch Stürze über Fenster, Türen und Öffnungen in der Wand erstellt und können sofort in der Grundrissplanung gesehen werden. 

Wandtyp: Standardmäßige Wand ist durch die Decke zugeschnitten, Stürze werden jedoch trotzdem erstellt und sind im Schnitt analog zur Schicht Tragwand im Grundriss sichtbar. Die Schicht Fertigstellung kann für eine Wand definiert werden, sie wird jedoch für eine Grundrisszeichnung nicht sichtbar sein. Dank dieser Vorgehensweise sind in der Elementbeschreibung (in der Fahne) alle Schichten vorhanden, obwohl im Grundriss nicht alles sichtbar ist.

Wenn Sie eine Schichtwand definieren, wird es empfohlen, weitere Prioritätswerte für die folgenden Schichten zu definieren. Der Prioritätswert entscheidet über eine entsprechende Verbindung der Schichten bei Brechungen, Anschlüssen und Schnitten im Grundriss (die Schichten mit derselben Priorität werden verbunden), deshalb auch wird es empfohlen, dieselben Prioritätswerte für Schichten zu verwenden, die miteinander verbunden sein sollten. Wenn für die beispielhafte dreischichtige Wand im oberen Fenster eine einschichtige Wand mit der Dicke 25 cm und mit dem Prioritätswert 64 definiert wird, dann, wenn sich diese Wände in einer Zeichnung „treffen“, werden die Konstruktionsschichten der drei- und einschichtigen Wand verbunden.

Ab der Grundrissplaner Version 3.0 (--> die Architektur-Erweiterung) können Sie eine vertikale Verschiebung der Wände im Grundriss vornehmen. Das bedeutet, dass eine Wand höher oder niedriger als das Nullgeschoss eingetragen werden kann. Die Parameter für Höhe und Form einer Wand finden Sie im Panel Parameter. Sie sind variabel für verschiedene Optionen.

Wählt man Festgesetzte Höhe wird das Feld Höhe aktiv und die untere Kante kann eingegeben werden. Die Option Festgesetzte Höhe – Trapezwand stellt drei Felder zur Verfügung, in denen der untere Rand, Wandhöhe am Anfang und Ende bestimmt werden. Ab der Grundrissplaner Version 4 (--> die Architektur-Erweiterung) können Sie auch Wände sowohl von oben als auch von unten zuschneiden. Dank dessen ist es möglich, eine Wand zu definieren, die von unten mit einer Decke zugeschnitten ist. Es gilt nämlich immer noch, dass die Wände nur mit einem Dach oder mit einer Decke zugeschnitten werden können. In der Version  6.6 des Systems ArCADia wurde das Fenster für bessere Lesbarkeit geändert, damit das Zuschneiden mit dem Dach im Grundriss besser sichtbar wird. Wird der Punkt Mit Dach zuschneiden deaktiviert, dann erscheinen die Symbole für den Wandzuschnitt in Grau.

Ab der Grundrissplaner Version 4.0 (--> die Architektur-Erweiterung) kann man für alle Elemente wie Wände und andere Bauteile (Decken und Dächer) den Wärmedurchgangskoeffizienten festlegen. Standardmäßig wird der Wert des zu berechnenden Faktors für innere Wände und mittelfeuchte Bedingungen angezeigt, die sonstigen Werte werden im Fenster Wärmedurchgangskoeffizient angezeigt.


Abb. 144 Fenster mit Wärmedurchgangskoeffizient für einen gewählten Bauteil

Um einer Untergruppe eine Wand zuzuordnen, die im Projektmanager sichtbar ist und die Projektverwaltung im Panel Element verwalten erleichtert, sollte sie einer Gruppe zugeordnet oder durch die Schaltfläche  Neue Gruppe erstellen erstellt werden.

Ab dem Gundrissplaner 4.0 gibt es die Möglichkeit, der Wand eine Textur (bmp. oder gif. Datei) zuzuordnen. Jetzt können Sie ausgewählte Wandflächen durch Anzeige des Werksstoffes und seiner Farbe (im Operationssystem verfügbar) oder seiner Textur (Dateien bmp. oder gif.) darstellen. Eine ausgewählte Textur kann beliebig abgebildet werden. Der Winkel und die Zerlegungsgröße können ebenfalls definiert werden. Festgelegte Oberflächen sind auch in der 3D-Ansicht sichtbar.

Nach dem Drücken auf die Taste OK gelangen Sie in den Zeichnen-Modus der Wand. Er besteht darin, dass folgende Brechungspunkte der Wände definiert werden. Der Nutzer bestimmt dabei, mit welcher Einfügelinie ein gegebenes Wandfragment eingefügt wird (Einfügeleiste, Feld Griffpunkt). Das Programm zeichnet dann die Wände automatisch und führt entsprechende Verbindungen an Zugängen, Durchschnitten und Brechungen aus.

Wenn eine gezeichnete Wand im Grundriss geschlossene Umrisse bildet, wird automatisch ein Raum generiert. 

Beim Zeichnen einer Wand im Grundriss sind auf der Ebene der Einfügeleiste, des Meldungsfensters oder der Befehlsleiste folgende Funktionen zugänglich: 

  • Achsenrichtung – diese Option lokalisiert Punkte und Ränder von eingegebenen Elementen und führt von ihnen horizontale und vertikale Achsen zum Bildschirmrand aus oder – wenn es sich beispielsweise um einen Wandrand handelt – zeigt sie auch die Verlängerung einer solchen Linie an.
  • Bei Winkel – diese Option zeigt die im oberen Fenster definierten Ecken und bestimmt sie in Bezug auf früher eingegebene Elemente, z. B. von Rändern gezeichneter Wände. 
  • Erkennung von Elementen und Abschnitten – diese Option lokalisiert Ränder, Achsen, Ecken und Punkte der schon in das Projekt eingefügten Elemente und ermöglicht somit ein präzises Aufsetzen des Zeigers auf den gezeichneten Objekten.
  • Bezug — ermöglicht das Einfügen einer Wand in einer definierten Entfernung zu einem gewählten Punkt im Grundriss (diese Option ist nur vor dem Einfügen eines ersten Wandfragments verfügbar).
  • Zwischen Punkten (Mittelpunkt) — beginnt das Zeichnen einer Wand im Mittelpunkt einer definierten Entfernung (diese Entfernung wird durch das Definieren von zwei Punkten angegeben).
  • Zwischen Punkten (prozentual) — beginnt das Zeichnen einer Wand in einer prozentual definierten Aufteilung einer bestimmten Entfernung (diese Entfernung wird durch das Definieren von zwei Punkten angegeben).
  • Parallel — ermöglicht das Einfügen eines parallelen Elementen zum markierten Element.
  • Fortfahren — ermöglicht das Fortfahren einer Wand auf der Verlängerung eines vorherigen Segments.
  • Zurück — führt ein zuletzt eingefügtes Wandelement zurück.
  • Winkel — fügt ein Wandfragment in einem definierten Winkel ein.           
  • Länge — fügt ein Wandfragment mit einer definierten Länge ein.
  • Abschließen — schließt einen gezeichneten Umriss ab, indem eine Wand bis zum Anfangspunkt geführt und der Befehl abgeschlossen wird.
  • Abbrechen — bricht die Funktionswirkung ab.
  • Fertig — schließt das Einfügen einer Wand ab.

Ein Beispiel einer gezeichneten Wand in der Grundrissansicht:


Abb. 145     Beispielhafter Wandumriss im Grundriss

Pen